Mische drei Teile Natron mit einem Teil Wasser zu einer dicht cremigen Paste, die nicht tropft. Trage sie nur auf den Fleck auf und arbeite mit kreisenden, kaum spürbaren Bewegungen. Lasse sie fünf bis zehn Minuten wirken, wische ab, beurteile, wiederhole bei Bedarf. Wichtig ist, keine Übersättigung zu erzeugen, damit keine Rückstände austrocknen und rau wirken. Ein weiches Mikrofasertuch und ein sanfter Holzreiniger helfen beim abschließenden Reinigen und beim Wiederherstellen eines gleichmäßigen Erscheinungsbildes.
Bei Hitzeflecken kann eine dünne Natronpaste helfen, während du die Stelle mit einem Föhn auf niedriger Stufe leicht erwärmst. Die Wärme fördert die Feuchtigkeitswanderung, Natron bindet sie an der Oberfläche. Halte genügend Abstand, bewege die Luft konstant, vermeide Hitzeinseln. Nach wenigen Durchgängen abwischen und prüfen. Wenn sich die Trübung aufhellt, langsam fortfahren. Stoppe sofort, wenn Glanz oder Beschichtung sich verändern. Geduld ist wichtiger als Temperatur, denn das Finish soll nicht zusätzlich leiden.
Nach Natron immer neutralisieren: Mit leicht angefeuchtetem Tuch nachwischen, trocknen lassen und eine passende Holzpflege auftragen, etwa Wachs oder ein dünnes Möbelöl, je nach Oberfläche. Vermeide silikonhaltige Polituren, die künftige Reparaturen erschweren. Arbeite mit wenig Produkt, verteile gleichmäßig, poliere in Faserrichtung. So entsteht ein ruhiges, geschlossenes Bild, das neue Feuchtigkeit schlechter aufnimmt. Dokumentiere, was gut funktioniert hat, und teile deine Erfahrung, damit andere ähnliche Flecken souverän und materialgerecht behandeln können.